Glasrecycling ist klimapositiv. Das heißt, dank der Verwendung des Rohstoffes Altglas sparen wir mehr CO2-Emissionen ein, als die Sammlung und der Transport von Altglas verursachen. Diese Bilanz resultiert aus der Tatsache, dass das Einschmelzen von Altglas deutlich weniger Energie benötigt, als das Einschmelzen der Primärrohstoffe. Je 10% Altglas bei der Neuproduktion reduzieren 3 % des Energieverbrauchs und 7 % der CO2-Emissionen.

Dennoch arbeitet Austria Glas Recycling mit den Sammel- und Transportunternehmen intensiv an der Ökologisierung der Logistik. Das entspricht unserem Bekenntnis zu den Sustainable Development Goals, konkret SDG 13/Klimaschutz. Und es ist im Einklang mit den Zielen der Europäischen Kommission und der österreichischen Bundesregierung zur Dekarbonisierung der Industrie und des Verkehrs als Beitrag zum Green Deal.

Harald Hauke, Geschäftsführer der Austria Glas Recycling: „Unser Ziel ist es, Altglas so abgas- und emissionsfrei wie möglich in Stadt und Land zu sammeln und den Glaswerken zu liefern. Dafür drehen wir konsequent und evidenzbasiert an vielen Rädern.“

 

Sammeleffizienz gesteigert: +13%

Seit vielen Jahren steigt die Sammelmenge Jahr für Jahr an. Der Kilometeraufwand der LKWs pro gesammeltes Altglas hingegen sinkt. Im Jahr 2012 wurden rund 89,5 Kilogramm Altglas je Kilometer gesammelt. 2021 waren es rund 101 Kilogramm.


Die Bilanz: Steigerung der Sammeleffizienz um 13% im Vergleich zu 2012.

 

Treibstoffverbrauch reduziert: über 1.170.000 Liter Diesel gespart

Die Fahrer der Glassammel-LKW sind speziell ausgebildet. Sie sind in der Lage, ihre Fahrzeuge, teilweise sogar mit Anhängern, sowohl in engen Gassen als auch auf Landstraßen und steilen Bergstraßen zu lenken. Sie sorgen so zu jeder Jahreszeit und bei jedem Wetter für saubere Städte und Landschaften. Und sie absolvieren regelmäßig Spritspartrainings, um ihre Aufgabe so umweltfreundlich wie möglich zu bewältigen. Auf diese Weise gelang es, den spezifischen Treibstoffverbrauch je Tonne zu reduzieren.

Wären wir bezüglich Sammeleffizienz und Treibstoffverbrauch auf dem Niveau von 2012 stehen geblieben, wäre der Dieselverbrauch für die Altglassammlung in den Jahren 2012 bis 2021 rund 1.170.000 Liter höher ausgefallen.


Die Bilanz: Einsparung des Dieselverbrauchs um rund 1.170.000 Liter und Reduktion der CO2-Äquivalente um rund 3.200 Tonnen seit 2012.

 

Altglas mit sauberen LKWs gesammelt: 85% weniger Staubemissionen

Neben der Reduktion der CO2-Emissionen achten wir auf die Reduktion von Schadstoffausstoß und Staubentwicklung. Deshalb setzen Austria Glas Recycling und die Sammel- und Entsorgungsunternehmen auf moderne LKWs. Derzeit gelten die Kategorien EURO EEV und EURO VI der EURO-Abgasnorm als sauberste Klassen. Von den 2,6 Millionen Kilometern, die die LKWs im Dienste des Glasrecyclings im Jahr 2021 zurücklegten, fielen rund 2,3 Millionen Kilometer auf EURO EEV oder VI. 

Die Bilanz: Die Staubemission der Altglassammlung im Jahr 2021 war um 85% und die Kohlenmonoxidemission um 54% geringer als 2012.

 

Altglas per Bahn transportieren, Carbon Footprint verkleinert: -44%

Altglas wird – je nach regionaler und struktureller Situation – auf verschiedene Weise vom Sammelbehälter zum Glaswerk gebracht. Da, wo das Glaswerk ausreichend nah ist, wird Altglas direkt im Zuge der Sammeltouren ins Glaswerk geliefert. Andernorts wird Altglas umgeladen und zwischengelagert, bevor es – per LKW oder Bahn oder in der Kombination als Mobiler-Fracht – zum Glaswerk geliefert wird.  

Mit der Erfahrung von 45 Jahren und mit digitalen Assistenten wie Füllstandsensoren und Routenplanern führt Austria Glas Recycling das Logistiksystem möglichst nachhaltig. Je nach Bedarf der Glaswerke und des Transportweges wählen wir das ökonomisch und ökologisch geeignetste Transportmittel.

Austria Glas Recycling transportiert Altglas innerhalb von Österreich zu 65% per Bahn.


Die Bilanz: Der ökologische Fußabdruck ist um 44% kleiner als er bei ausschließlicher LKW-Anlieferung wäre.

 

Green logistic: Element der kontinuierlichen Verbesserung für Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft

Österreichs Glasrecyclingsystem wurde in den 1970er Jahren etabliert. Harald Hauke: „Recyclingquoten von über 80% seit vielen Jahren zeugen von der nachhaltigen Qualität des Systems. Wir erreichen schon jetzt die Ziele des Kreislaufwirtschaftspaketes für 2030.“ Gemeinsam mit Entsorgern, Frächtern und Kommunen arbeitet Austria Glas Recycling kontinuierlich an der Ökologisierung. Grüne Logistik ist ein wesentliches Element des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses.


Die Berechnung der hier genannten Effizienz- und Emissionsdaten erfolgte unter fachlicher Begleitung von c7- consult.

 

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