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AGR - Austrian Glas Recycling


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Austria Glas Recycling
Obere Donaustraße 71
1020 Wien, Austria
Tel.: ++43/1/214 49 00
Fax: ++43/1/214 49 08
BLOG: www.glasrecycling.at
agr(at)agr.at

Stakeholder-Dialog

Gemeinsam am Erfolg arbeiten

Der jahrzehntelange Erfolg des österreichischen Glasrecyclingsystems basiert auf dem gelungenen Zusammenspiel vieler Unternehmen, Institutionen und Behörden. Austria Glas Recycling pflegt daher einen intensiven Dialog mit Partnerunternehmen und Stakeholdern.

Stakeholder: Wer hat etwas vom Glasrecycling? Wer wirkt mit?

Die wesentlichen Stakeholder Anforderungen der Stakeholder an
Austria Glas Recycling
Leistung der Stakeholder
Abfallberater(innen) Erhalten ausführliche Informationen und Daten betreffend Recycling von Glasverpackungen. Sind wichtige Multiplikator(inn)en, übermitteln den Menschen in Österreich Wissenswertes zum richtigen Glasentsorgen und zum Glaskreislauf.
Bürger(innen) Sauberkeit, Umweltschutz, Abgabemöglichkeit für Altglas, geringere Müllgebühren, Entsorgen gebrauchte Glasverpackungen getrennt nach Weißglas und Buntglas,
Eigentümer dauerhaft funktionierendes Recycling von Glasverpackungen Stellen Ressourcen bereit, entwickeln Strategien für die optimale Gestaltung des Recyclingsystems für Glasverpackungen
Entsorgungs- und Transportunternehmen
(privat und kommunal)
Sind Geschäftspartner der Austria Glas Recycling, erhalten von  Austria Glas Recycling pünktlich und verlässlich Entgelt. Sammeln und transportieren das gesammelte Altglas, achten auf hohe Qualität und möglichst umweltschonende Fahrweise, sorgen für optimale Routen.
Gesetzgeber AWG, VVO werden erfüllt, EMAS angewendet. Schafft rechtliche Rahmenbedingungen, gewährt Rechtssicherheit.
Glaswerke Erhalten das benötigte Altglas in der erforderlichen Qualität und Quantität. Garantieren die stoffliche Verwertung, zahlen Altstofferlöse an Austria Glas Recycling.
Inverkehrsetzer, Lizenznehmer Übertragen ihre Verpflichtungen aus der VVO auf das Glasrecyclingsystem, können sich darauf verlassen, dass ihr Lizenzentgelt ausschließlich zweckgebunden der Finanzierung der österreichischen Altglassammlung dient. Zahlen gewichtsabhängiges Lizenzentgelt via ein Sammel- und Verwertungssystem an  Austria Glas Recycling
Kommunen (Gemeinden, Städte)/Verbände Altglas wird garantiert entsorgt, erhalten von Austria Glas Recycling pünktlich und verlässlich Entgelt für die Errichtung, Instand-  und Sauberhaltung der Sammelstellen. Bieten Standorte für die Glassammlung an, sorgen für angemessene bauliche Ausgestaltung und Sauberkeit der Sammelstellen, informieren die Bürgerinnen und Bürger.
Medien Erhalten ausführliche Informationen betreffend Recycling von Glasverpackungen. Sind wichtige Multiplikator(inn)en, übermitteln den Menschen in Österreich Informationen zum richtigen Glasentsorgen und zum Glaskreislauf.
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Arbeiten in einem vielfältigen Umfeld, können sich aktiv und kreativ einbringen und stetig weiterbilden Halten als Know-how-Träger(innen) das österreichische Glasrecyclingsystem am Laufen und für dessen kontinuierliche Verbesserung.
Sammel- und Verwertungssysteme
(ARA AG, Mitbenutzer gemäß § 30 AWG)
Entpflichtungsleistung für Glasverpackungen, funktionierendes Recycling von Glasverpackungen Heben als Treuhänder der Lizenzpartner Lizenzbeiträge für Glasverpackungen ein.
Verpackungskoordinierungsstelle (VKS) Erfüllung der VVO für den Packstoff Glas Koordiniert Aufgaben für die Sammel- und Verwertungssysteme

Stakeholder-Dialog 2017 - 8. Austria Glas ReCIRCLE

Markus Hengstschläger

war Dialogpartner beim

8. Austria Glas ReCIRCLE 

am 21.3.2017, Bel Etage des Cafe Landtmann

Innovation heute schafft Nachhaltigkeit morgen

Durchschnitt ist der Feind der Innovation – der Genetiker Markus Hengstschläger hält im Rahmen des 8. Austria Glas ReCIRCLE ein Plädoyer gegen das Mittelmaß. Menschen, die von Kind an darauf trainiert werden, sich damit zu beschäftigen, was ihnen wenig Spaß macht bzw. ihnen wenig liegt, werden keine bahnbrechenden Innovationen hervorbringen. Unser Schulsystem wie auch Fehlerkultur in den meisten Unternehmen sei allerdings darauf fixiert, Schwächen zu mindern statt Exzellenz zu suchen und zu fördern.

Von den 2 Zukunften

Hengstschläger spricht von 2 Arten von Zukunft, der vorhersehbaren und der nicht vorhersehbaren. Für die vorhersehbare sind wir halbwegs gerüstet. Aufgrund unserer Erfahrung, gebaut auf ausreichender Datenlage treffen wir unsere täglichen privaten und beruflichen Entscheidungen. Die unvorhersehbare Zukunft zeichnet sich dadurch aus, dass wir keine Datenlage zur Verfügung haben. Was uns bleibt, ist das Bauchgefühl.

Als eine Konsequenz der Industrialisierung 4.0 sieht Univ.Prof. Hengstschläger, dass beide „Zukunften“ aufgrund der Rasanz der Veränderungsprozesse zunehmen. Haben sich unsere Vorfahren noch vergleichsweise gemütlich mit der Verdoppelung an Information in 100 Jahren herumschlagen müssen, so hieß es vor Kurzem, in 10 Jahren verdoppele sich die Information, wir müssen uns um lebenslanges Lernen bemühen. Hengstschläger raubt die Zuversicht, denn mittlerweile verdoppelt sich die Information in 24 Stunden, da käme man trotz lebenslangen Lernens nicht mehr nach. Was ist zu tun?

Gerichtete und ungerichtete Innovation

Für die vorhersehbare Zukunft braucht es, so Hengstschläger, die „gerichteten Innovationen“. Die Fragestellungen, Themen, Probleme sind bekannt, Lösungen werden erarbeitet. Das sind unsere täglichen Hausaufgaben.

Für die unvorhersehbare Zukunft braucht es die „ungerichteten Innovationen“. Also solche, wo wir Lösungen haben, für die wir das Problem noch gar nicht kennen. Hier setzt die Grundlagenforschung an. Nach Hengstschläger entscheidet über Erfolg oder Misserfolg eines Staates, eines Unternehmens, selbst einer Person die Antwort auf die Frage ‚Wie gut ist man für die nicht-vorhersehbare Zukunft gerüstet?‘

Für das Überleben braucht es Konzepte, die beide Innovationsarten abdecken. Dies sei ein biologisches Prinzip. Wir brauchen Basis-Sicherheit für die Hausaufgaben und Flexibilität, die uns für die unvorhersehbare Zukunft gewappnet sein lässt: FLEXICURITY

Für eine Gesellschaft heißt dies, mehr Zeit, Energie, Geld in das Suchen und Finden von Talenten zu investieren. Wobei Hengstschläger ‚Talent‘ weniger im Sinne des Spitzensportes definiert, sondern mehr im Sinne des „Lösungen für die Probleme der Welt finden“ sieht. Ihm schwebt vor, neben den Lehrenden, die für die Vermittlung des Basiswissens zuständig sind, Scouts zu engagieren, die Talente entdecken und fördern. Unser genetischer Grundbau enthält bloß 0,1% Individualität. Wir gleichen unseren Mitmenschen also im überwiegenden Maß. Dieses 0.1% an Individualität gilt es zu erkennen und daraus durch Arbeit und Üben ein Talent zu entwickeln.

Für innovative und somit nachhaltige Unternehmen bedeutet FLEXICURITY, einen Freiraum abseits der alltäglichen Aufgaben zu lassen. Führungskräfte sind aufgefordert, Talente zu managen. MitarbeiterInnen sollten bis zu einem gewissen Grad aktiv von jenen Aufgaben freigestellt werden, wo sie wenig bis keine Stärken haben. Stattdessen sei es sinnvoll, ihnen Luft und Raum für das zu geben, was ihnen quasi genetisch bedingt leichtfällt und überdurchschnittlich gut gelingt. Hilfreich für eine innovative Unternehmenskultur ist es

  • MitarbeiterInnen in ihren Stärken/Talenten zu fördern
  • Fehler zuzulassen und aus ihnen lernen
  • Nicht Maß nehmen an der Mehrheit, am Mittelmaß, am Durchschnitt, sondern zu Individualität ermutigen.

Intra- und interpersonelle Intelligenz

Die Gene bezeichnet Hengstschläger als Papier und Bleistift. Die Geschichte unseres Erfolges, unseres Lebens müssen wir selber schreiben. 2 Disziplinen sollten – wie in anderen Ländern schon üblich – unterrichtet werden:

  •  Intrapersonelle Intelligenz: die Suche nach sich selbst (was kann man gut, wohin tendiert man).
  •  Interpersonelle Intelligenz: soziale Kompetenz, Teamfähigkeit, Empathie

Hengstschläger gibt den Gästen des 8. Austria Glas ReCIRCLE ein Zitat von Seneca mit auf den Weg:
„Die Fragen der Zukunft sind die Fragen der Gegenwart, nur zu einer anderen Zeit.“

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Der Genetiker Markus Hengstschläger über innovationsfreudige Unternehmenskultur
 

Stakeholder-Dialog 2016 - 7. Austria Glas ReCIRCLE

David Bosshart

war Dialogpartner beim

7. Austria Glas ReCIRCLE 

am 30.11.2016, Bel Etage des Cafe Landtmann

Weniger ist mehr - Wohlstand ohne BIP-Wachstum?

 

Mit Dr. David Bosshart, CEO des Gottlieb Duttweiler Instituts für Wissenschaft und Gesellschaft, war ein weiterer Vor- und Querdenker zu gesellschaftlichen und ökonomischen Themen Gast des Austria Glas ReCIRCLE. Bosshart eröffnete seinen Vortrag mit den aufrüttelnden Worten, alles müsse wachsen, doch das einzige was wachse, seien die Schulden - seit den 1970er Jahren und mittlerweile weltweit, denn auch in den aufstrebenden Schwellenländern wachse der Schuldenberg schneller als der mittels BIP gemessene Wohlstand. Womit Bosshart bereits mitten im Thema war. Was macht den Menschen zufrieden, der gemessene oder der gefühlte Wohlstand? Seine These, der gefühlte schlägt den gemessenen. Man orientiert sich am Nachbarn - welches Auto fährt der? - und nicht unbedingt am CEO eines weltweiten Konzerns. Bosshart plädiert für eine ganzheitliche Betrachtung von Wachstum. Ein Ansatz, der der Debatte um nachhaltige Entwicklung, was diese ausmacht und wie sie erreicht werden kann, inne wohnt.

Haben wir ein Optimum erreicht?

Bosshart lädt ein, sich darauf einzustellen, dass die globale Gesellschaft das Wachstumsoptimum bereits hinter sich hat. Nach seinem Dafürhalten lag dieses in der Zeit der Elektrifizierung und damit einhergehender Industrialisierung etwa 1870 - 1970. Nunmehr komme es darauf an, mit weniger auszukommen. Dazu könne die Digitalisierung einen wesentlichen Beitrag leisten. Er stellt einige business cases vor, die gemeinhin als sharing economy bezeichnet werden und bedarfsgerechter produzieren bzw. - noch besser - Dienstleistungen wie Verleihen von Autos, Gartengeräten - anbieten. Modelle wie Car-sharing seien nicht neu, boomen allerdings erst, seit die Durchdringung mit smartphone und dergleichen ein relevantes Niveau erreicht hat und den Menschen die Möglichkeit bietet, zeitnah und unmittelbar nutzengerecht Waren und Dienstleistungen zu ordern. Dadurch würde ein geringerer Bedarf an Besitz und Kauf entstehen.

Die zweite Seite der Digitalisierung

Die zwei Seiten der Medaille müssen wohl auch hier zitiert werden. Bosshart zeigt, wer vom Digitalisierungsschub in den Nullerjahren dieses Jahrtausends eher profitiert bzw. eher verloren hat. Zu den Gewinnern zähle die Mittelschicht in China und in den Schwellenländern. Dort fußte die Digitalisierung auch aus dem Grunde sehr schnell, weil keine traditionellen Strukuren 'hinderlich waren'. Verloren hat die Mittelschicht in Europa und den USA. Die sehr armen Menschen blieben arm, während die oberen Einkommensschichten profitieren. ('Elefantenkurve'). Diese Entwicklung werde sich verstärken, daher spricht Bosshart sich für rechtzeitige umsichtige Regeln aus.

Ein weitere Aspekt, der nicht ungeteilt begrüßenswert scheint, sei das Ende der Privatheit. Wer smarte Technologien nutzt, lässt Einblicke in seine Verhaltensweisen zu - wann schaltet man die Waschmaschine ein, wo hält man sich auf, welche Restaurants frequentiert man, mit wem kommuniziert man etc.. Ein derartig gläserner Mensch sei - insbesondere in autoritären Systemen - auch ausgeliefert.

Bosshart geht davon aus, dass in Zukunft jede Arbeitstätigkeit, die kontextunabhängig erledigt werden kann, automatisiert wird. Die Frage nach einem bedingungslosen Grundeinkommen werde mit dieser Entwicklung einher gehen. Ein Möglichkeit der Umverteilung sieht Bosshart in der Ausrichtung der Steuern nach dem GINI-Index. Dies wäre ein pragmatisch-technokratischer Ansatz an Stelle der jetzt gesellschaftspolitisch-ideologischen Herangehensweise. Bildung und Intelligenz, so Bosshart, werden hinkünftig anders definiert sein, als uns vertraut ist. Auch hier seien noch viele Fragen offen.

Vortrag Dr. Bosshart: Age of Less

Gottlieb Duttweiler Institut

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GINI-Koeffizient: Wikipedia

'Elefantenkurve' von Branko Milanovic: Wikipedia

Stakeholder-Dialog 2016

Sinnorientiertes Wirtschaften als zentraler Faktor einer verantwortungsbewussten Unternehmensführung

11. Stakeholder-Workshop des österreichischen Glasrecyclingsystems am 4. Oktober 2016 im Seminarhotel Mauerbach bei Wien

"Der Sinn ist Schrittmacher unseres Seins." Diese Aussage von Viktor Frankl, Neurologe, Psychiater und Begründer der Logotherapie, gibt dem 11. Stakeholder-Tag der Austria Glas Recycling die Grundtönung. Logotherapie von griechisch logos (Sinn) und therapeuen (sorgen, pflegen) nimmt die geistige Dimension des Menschen und sein existenzielles Streben nach Sinn im Leben in den Blick.

Für Unternehmerinnen und Unternehmer stellt sich die Herausforderung, Rahmenbedingungen zu schaffen, die es ermöglichen, Werte zu schaffen. Nach Prof. Anna Maria Pircher-Friedrich sind 4 Werttreiber in Unternehmen identifiziert:

  • Kundenloyalität
  • Unternehmenskultur
  • Reputation des Unternehmens
  • Lernen und Entwicklung aller Unternehmensmitglieder

Für eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ist laut Pircher-Friedrich Sinnorientierung - gespeist aus einer Gewinner-Gewinner-Haltung - nötig. Denn wo Sinn ist, ist Leistungsfähigkeit, Leidensfähigkeit und Liebesfähigkeit. Nachhaltige Unternehmen beantworten für sich die Fragen

  • Welchen Auftrag erfüllt unser Unternehmen? Wozu sind wir gut?
  • Womit können wir der Welt dienen? Was haben wir zu geben?
  • Was sind unsere Kernkompetenzen?

Pircher-Friedrichs Konzept GEBEN

Geisteshaltungen entwicklen, die Sinnmöglichkeiten zulassen und Erfolg erfolgen lassen. 

Engagement: "Sein Bestes geben" -  Sinnfindung durch Werteentwicklung

Begeisterung durch authentische zwischenmenschliche Beziehungen, Zulassen und Fördern von Individualität

Entwicklung der Potenziale bei Führenden und Mitarbeitern und Erschließen neuer Wachstumspfade

Nachhaltiger Erfolg im Sinne von Gewinn, Umsatz, Sinnfülle, Freude, Wertschätzung, Lebensqualität und Gesundheit

Corporate social responsibility (CSR) sei als Gesamtverantwortung wahrzunehmen, die in den Dimensionen Lebensgestaltung, Unternehmensgestaltung und Weltgestaltung ihren  Ausdruck findet. Dies findet sich im CSR-Reifegradmodell von Andreas Schneider wieder, das in der höchsten Stufe - CSR 3.0 - Unternehmen als proaktive politische Gestalter erkennt.

Sinnvolles Führen, Entscheiden und Handeln orientiere sich

  • am Nutzen und der Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens
  • am Nutzen und an der Verbesserung der Lebensqualität aller Stakeholder
  • an den möglichen Konsequenzen für die Nachwelt
  • am Nutzen für die Führungskraft

Gemeinsam an der Nachhaltigkeit des Glasrecyclingsystems arbeiten

Inspiriert vom Vortrag über sinnorientiertes Arbeiten war die Nachmittags-Session dem gemeinschaftlichen Arbeiten gewidmet. Folgende 8 CSR-relevante Themen standen zur Auswahl für die Arbeitsgruppen.

  1. Innovationen für eine nachhaltige Entwicklung
  2. Klimaschutz und Klimawandel
  3. Bewusstseins- und Umweltbildung
  4. Unternehmenskultur
  5. Spannungsfelder
  6. Barrierefreiheit
  7. Sprache(n)
  8. Hemmnisse/Barrieren

Die Gäste ergänzten das Thema Kooperationskultur.

In einer kleinen spontanen Wesentlichkeitsanalyse entschieden sich die Gäste, in kleinen Gruppen zu den folgenden Herausforderungen von CSR und Unternehmensentwicklung zu diskutieren.

  • Innovation
  • Unternehmenskultur
  • Spannungsfelder
  • Bewusstseins- und Umweltbildung

Entwicklungsmöglichkeiten und Maßnahmen sowohl für das eigene Unternehmen als auch für das österreichische Glasrecyclingsystem waren die Ergebnisse.

Dank

Austria Glas Recycling dankt allen Gästen sowie dem Team von Plenum für die gemeinsame Arbeit am nachhaltigen österreichischen Glasrecycling.

Mehr über sinnstiftende Organisations- und Führungskultur

Gesundheit, Erfolg und Erfüllung; Anna Maria Pircher-Friedrich, Rolf Klaus Friedrich; Erich Schmidt Verlag

Plenum

Zum CSR-Reifegrad - siehe auch Seite 31 Grünbuch Best in Glass

Möge der Wertebaum des österreichischen Recyclingsystems für Glasverpackungen gedeihen und Früchte tragen

Wertebaum des österreichischen Glasrecyclingsystem

Stakeholder-Dialog 2016 - 6. Austria Glas ReCIRCLE

Jakob von Uexküll

war Dialogpartner beim

6. Austria Glas ReCIRCLE 

am 29.9.2016, Bel Etage des Cafe Landtmann

Die Wege aus der Krise - Zukunft ermöglichen

 

Vor etwas mehr als 2 Jahren fand der 1. Austria Glas ReCIRCLE in der Bel Etage, dem ehemaligen Salon der Berta Zuckerkandl statt. Impulsgeber damals war Prof. Ernst Ulrich von Weizsäcker. Ihm folgten eine Reihe hochkarätiger Experten.

Die Dialogpartner der ersten 6 Austria Glas ReCIRCLE:

  • Prof. Ernst Ulrich von Weizsäcker
  • Dr. Christian Dorninger, Sektsionschef im BMB (in Vertretung von Frau BM Gabriele Heinisch-Hosek)
  • Univ. Prof. Konrad Paul Liessmann
  • BM Andrä Rupprechter
  • Prof. Martin Faulstich
  • Jakob von Uexküll

Beim  6. Austria Glas ReCIRCLE am 29.9.2016 diskutierte Jakob von Uexküll, der Initiator des alternativen Nobelpreises (Right Livelihood Award) - mit den rund 40 Gästen, allesamt Entscheidungsträger/innen aus verschiedenen Bereichen der Wirtschaft sowie Politik und Verwaltung, wie der Weltgemeinschaft die Trendwende gelingen kann. Die Trendwende, die nötig ist, um die drängenden Herausforderungen der Zeit zu bewältigen

  • Klimawandel stoppen
  • Ernährungssicherheit gewährleisten
  • die Verschmutzung der Gewässer und Meere hintan halten
  • Armut überwinden

Die Lösungen, so Jakob von Uexküll, seien bekannt, es fehle der politische Wille zur Umsetzung. Unser größtes Versagen sei es, nicht angemessen auf diese Herausforderungen zu reagieren. Uexküll empfiehlt, branchen- und regionsübergreifende Netzwerke und Initiativen und - an die Politik gerichtet - Handlungsanreize. Märkte agieren nicht im Vakuum sondern reagieren auf Anreize. Die für eine Veränderung notwendigen Anreize seien für Einzelbereiche bekannt, es bedarf jedoch der kohärenten und auf Langfristigkeit ausgelegten Zusammenführung. Beispielsweise sie die Externalisierung von Umweltkosten als unlauterer Wettbewerb zu verbieten. Auch müsse der Realwirtschaft geholfen werden, Kreislaufwirtschaft umzusetzen. Letztlich brauche es eine Geldreform sowie neue Unternehmensformen, die nicht auf Profit-Maximierung ausgerichtet sind.

Jakob von Uexküll geht davon aus, dass es darum gehe, die grundlegenden Risiko- und Gefahrenhierarchien zu begreifen. Es habe das Primat der Ökologie zu gelten. Der Ansatz, die natürliche Umwelt sei ein Subsystem der Ökonomie sei gefährlich falsch. "Schmelzende Gletscher und sich ausbreitende Wüsten verhandeln nicht." 

Die bestehenden Strukturen sind sehr massiv. Auch jene Menschen, die die Herausforderungen erkennen, scheuen die Anerkennung derselben, da die notwendigen Veränderungen von ungeahntem Ausmaß sein können. Dennoch sei eine radikale Wende unabdingbar. Jakob von Uexküll führt vor Augen, dass mit Massenauswanderungen aus Afrika nach Europa zu rechnen ist, wenn es nicht gelingt, in Afrika Überlebensmöglichkeiten zu schaffen.

Auf den Konflikt zwischen Armutsbekämpfung und ökologischen Zielen angesprochen, stimmt Uexküll zu, dass Armutsbekämpfung an ökologische Grenzen stoße. Aber man müsse die unangenehme Wahrheit akzeptieren: "Wenn der Kuchen nicht mehr wächst, muss er anders verteilt werden. Es gibt kein Menschenrecht auf ein Auto."

Mit dem von ihm begründeten World Future Council möchte Uexküll die Lücke zwischen policy-Forschung und policy-Implementierung schließen. Der Future Policy Award zeichnet das jeweils beste Gesetz weltweit in einer Materie aus. Dieses, so die Intention, solle in entsprechend adaptierter Form in anderen Ländern in Kraft gesetzt werden. In 2017 wird das beste Gesetz gegen die fortschreitende Verwüstung ausgezeichnet werden.

World Future Council

Future Policy Award

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Stakeholder-Dialog 2016 - 5. Austria Glas ReCIRCLE

Prof. Dr.-Ing. Martin Faulstich

war Dialogpartner beim

5. Austria Glas ReCIRCLE 

am 19.4.2016, Bel Etage des Cafe Landtmann

Die Zukunft der Industriegesellschaft

 

Rund 50 Fachleute aus Abfallwirtschaft und Glasrecycling trafen sich beim 5. Austria Glas ReCIRCLE am 19.4.2016. Rahmen bildete einmal mehr die Bel Etage des Cafe Landtmann, wo ehemals Berta Zuckerkandl die Intellektuellen ihrer Zeit zur Diskussion des Weltgeschehens einlud. Viel diskutiertes Thema unserer Zeit ist die Zukunft der Wirtschaftsordnung, diesmal konkret die Zukunft der Industriegesellschaft.

Wie kann trotz planetarer Grenzen Wirtschaftswachstum, welches zur Sicherung von Wohlstand als notwendig erachtet wird, möglich sein?

Prof. Martin Faulstich, Vorsitzender des Sachverständigenrates für Umweltfragen der deutschen Bundesregierung, rät den versammelten Abfallwirtschaftsexpert/innen, die Anstrengungen zur Entkoppelung von Rohstoff-/Energieverbrauch und Wachstum zu steigern. Wie kann dies gelingen? Faulstich erläutert für die Handlungsfelder 'Energie' und 'Rohstoff' seine Vorschläge.

Handlungsfeld Energie

Die Energieversorgung der Zukunft muss auf erneuerbaren Energien (Wind, Sonne) basieren. Bis 2050 sei die Energieversorgung (Strom, Kraftstoff, Wärme) umzustellen. Weit über 90 % der fossilen Rohstoffe müssen im Boden bleiben - auch im Hinblick auf die notwendige Dekarbonisierung der Atmosphäre und das bei der Weltklimakonferenz definierte 2-Grad-Ziel (1) - daher sei weder auf Fracking noch auf Ölschiefer zu setzen und müsse die Verstromung von Kohle reduziert werden.

Atomkraft, fallweise als klimaschonende Energieversorgungsalternative ins Spiel gebracht, ist laut Faulstich keine. Aus rein ökonomischer Vernunft werde die Technologie Atomkraft nicht überleben, da die Frage der Endlagerung von Brennstäben und Reaktorteilen auch 60 Jahre nach Installierung von Atomkraftwerken nicht gelöst sei.

Für Frächter und Logistiker spannend: Elektrifizierte LKW, die mit E-Motor und Dieselmotor ausgestattet sein werden und auf Autobahnen - ähnlich den O-Bussen in manchen Städten - via Oberleitung elektrifiziert angetrieben werden. Auf anderen Straßen treibt der Dieselmotor den E-Motor an.

Bemerkenswert ist laut Faulstich, dass Unternehmen und Familien, die dank fossiler Rohstoffe zu Wohlstand kamen (Rockefeller, aber auch Kirche u.a.) sukzessive in die Finanzierung erneuerbarer Energien investieren. Dies könne als Zeichen für den bereits stattfindenden Strukturwandel verstanden werden, zu dessen Mitgestaltung er aufruft.

Faulstich plädiert zudem dafür, die Energieeffizienz zu erhöhen und den Verbrauch zu senken. Nur dadurch können Landflächen dauerhaft erhalten und Eingriffe in die Landschaft möglichst gering gehalten werden.

(1) Mit der Pariser Vereinbarung verpflichten sich erstmals nahezu alle Länder zum Klimaschutz. Der Vertrag gibt das Ziel vor, die durch Treibhausgase verursachte Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad zu begrenzen.

Handlungsfeld Rohstoffe

Anhand des Periodensystems zeigt Prof. Faulstich, welche der Elemente für die Zukunft der Industriegesellschaft relevant sind und für welche davon die Recyclingraten hoch sind. Für keine. Es fehlt an Technologien und Rückführsystemen. Das, was für Verpackungen aus Glas, Papier, Kunststoff und andere Materialien in unseren Breiten Selbstverständlichkeit ist, ist es anderswo nicht und ist es für zukunftsrelevante Stoffe noch nirgendwo. Selbst im Großteil der europäischen Länder ist die Standardbehandlung von Abfällen die Deponierung. Faulstich bezeichnet dies als Schande.

Seine Forderungen sind klar:

  • Die Recyclingfähigkeit eines Produktes muss mitkonstruiert werden. Es muss Teil der Ingenieursausbildungen sein, Recyclingfähigkeit wie Sicherheit etc. zu planen.
  • Die Nutzungsgewohnheiten müssen geändert werden. Ein Auto, das 23 Stunden am Tag steht, ist Ressourcenverschwendung.
  • Rückführungsanreize müssen geschaffen werden - zB Pfandsysteme für smartphones

Derzeit, so Faulstich, sei die Produktion hochindustriell und nahezu klinisch organisiert, die Demontage hingegen handwerklich, schmutzig, zum Teil gefährlich. Er geht davon aus, dass sich das technologische Niveau der Demontage jener der Produktion angleichen wird.

An die Politik appelliert Faulstich, die Rahmenbedingungen so zu gestalten, das langfristiges Denken und Agieren ökonomisch sinnvolle Realität werden kann - ähnlich wie Familienbetriebe von jeher langfristig und über Generationen denken.

Präsentation 'Die Zukunft der Industriegesellschaft' - Prof. Dr.-Ing. Martin Faulstich

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Stakeholder-Dialog 2015 - 4. Austria Glas ReCIRCLE

BM Andrä Rupprechter

war Dialogpartner beim

4. Austria Glas ReCIRCLE 

am 24.11.2015, Bel Etage des Cafe Landtmann

Buchpräsentation "CIRCULAR THINKING - Kluge Köpfe über Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft“

 

Das mittlerweile dritte Buch erblickte in der Bel Etage des Cafe Landtmann, wo ehemals Berta Zuckerkandl Ihren Salon führte und die Intellektuellen ihrer Zeit zur Diskussion des Weltgeschehens einlud, das Licht der Öffentlichkeit. Im Frühjahr 2014 das Grünbuch 'Best in Glass', im März 2015 'Von Glasdorf-Häuptlingen, hungrigen Flaschengeistern und Wunderkräften' und nun 'CIRCULAR THINKING - Kluge Köpfe über Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft'.

Herausgeber und Geschäftsführer der Austria Glas Recycling, Dr. Harald Hauke, betonte die Bedeutsamkeit dessen, Nachhaltigkeit aus vielen verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. Dies versuche das Buch, in welchem Autor/innen mit sehr unterschiedlichen Professionen und Zugängen zur Wort kommen, für das Gebiet der Kreislaufwirtschaft zu leisten. Kreislaufwirtschaft, Circular Economy, so Hauke, sei gemäß Kommissionspräsident Jean Claude Juncker eine der drei Zukunftssäulen der EU, neben Digital Economy und Renewable Energy.

Schirmherr des Buches ist  BM Andrä Rupprechter, Ministerium für ein lebenswertes Österreich. Er konstatiert, dass Österreich seit Jahren auf einem guten Weg von reiner Abfallwirtschaft zur Ressourcenwirtschaft ist, ein geringes Deponieaufkommen sei ein gutes Zeichen für funktionierende Kreislaufwirtschaft. Er erinnert aber auch daran, dass wir in Österreich zwar punkto Abfallwirtschaft und insbesondere Glasrecycling zu den Spitzenreitern zählten, unser Ressourcenverbrauch jedoch über dem EU-Durchschnitt liege und unsere Ressourceneffizienz besser werden müsse.

Das hohe Niveau der heimischen Kreislaufwirtschaft liege, so Rupprechter, unter anderem in der vorbildlichen Zusammenarbeit zwischen Administration/Behörden und privater Wirtschaft begründet. Österreich kann bezüglich Abfallwirtschaft von

  • best technology
  • best practice und
  • best performance

sprechen. Dies könne auch eine Exportstärke sein. Bezüglich Umwelttechnologie genießen wir nicht nur in Europa, wo die Nachfrage nach österreichischem Umwelt-Know-How hoch ist, sondern auch in Japan und den USA hervorragenden Ruf. Umweltschutz kann so zur treibenden Kraft für Wirtschaftswachstum werden.

BM Rupprechter spricht sich für eine höhere Bepreisung von Energie aus. Der Anteil der Energiekosten beträgt seit 20 Jahren konstant 2,6 % der Investitionen und spiele im Wettbewerb eine untergeordnete Rolle im Vergleich zu z.B. Rohstoffkosten mit einem Investitionsanteil von 40-45 % bei steigender Tendenz. Auch CO2-Abgaben auf Produkte sind für den Minister denkbar. Auf europäischer Ebene setzt er sich für einen Energiewendevertrag nach dem Muster des EURATOM-Vertrages ein, mit dem Ziel, aus dem Verbrauch von Kohle auszusteigen und so den Klimazielen ein entscheidendes Stück näher zu kommen.

Auf die Sustainable Development Goals der UN angesprochen, spricht sich der Bundesminister für die Entwicklung einer nationalen Umsetzungsstrategie mit klaren Verantwortungen aus. Es sei auch im eigenen Interesse, Klimawandel und Hunger zu bekämpfen, damit die Menschen dort das Auslangen finden können, wo sie geboren sind. Derzeit werde an einer solchen Strategie gearbeitet, seinem Ministerium komme dabei eine federführende Koordinatorenrolle zu.

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CIRCULAR THINKING in der Huffington Post

 

 

Stakeholder-Dialog 2015 - 3. Austria Glas ReCIRCLE

Univ.Prof. Konrad Paul Liessmann

war Dialogpartner beim

3. Austria Glas ReCIRCLE 

am 28.9.2015, Bel Etage des Cafe Landtmann

"Das Phantom der Nachhaltigkeit. Über zyklisches Denken in einer wachstumsorientierten Wegwerfgesellschaft“

 

Nicht das Phantom der Oper sondern das Phantom der Nachhaltigkeit beschäftigte die Gäste der Austria Glas Recycling beim 3. Austria Glas ReCIRCLE.  Univ.Prof. Dr. Konrad Paul Liessmann konstatiert, dass Nachhaltigkeit zu einem wohlklingenden Begriff geworden sei, der nichts mehr besagt. Damit das Konzept der Nachhaltigkeit - gegenwärtiges Handeln soll nicht nur im Horizont unmittelbarer Erfolgserwartung, sondern auch im Hinblick auf die gedeihlichen Lebensmöglichkeiten künftiger Generationen erfolgen - wieder an Durchschlagskraft gewinnt, bedürfe es einer Schärfung und Zuspitzung. Denn was bringt ein Begriff, der so dehnbar ist, dass alles damit gemeint sein kann?

Wäre die Idee der Nachhaltigkeit selbst nachhaltig, müsse sie auch weh tun und über Absichtserklärungen auf politisch-ökonomischer Ebene hinaus reichen. Der Mensch beginnt erst dann, nachhaltig zu denken und zu handeln, wenn bereits Schaden angerichtet ist - Wässer verschmutzt sind, Menschen an Feinstaubbelastung erkranken und dergleichen. Warum dies so ist, erklärt Liessmann mit dem menschlichen Zeit- und Erwartungshorizont, der etwa 3 Generationen umfasst. Zudem herrscht keine Einigkeit darüber, wie eine gute Zukunft aussieht, wie wir definieren, was eine lebenswerte Welt ist. Am Beispiel der Klimaerwärmung verdeutlicht Liessmann: Permafrostböden würden auftauen und zugänglich werden. Dies würde eine nicht unerhebliche Anzahl an Menschen gut heißen. Andererseits ist damit zu rechnen, dass Milliarden Menschen aus Regionen flüchten, die versteppen und keine Nahrungs- und Lebensgrundlage mehr darstellen. Diese Widersprüchlichkeiten müssen wahrgenommen und aufgelöst werden. Dazu braucht es Verfahren, die uns unterstützen, Zukunft in unsere Vorstellung miteinzubeziehen und bei unserem Handeln mitzuberücksichtigen.

Nachhaltigkeit, konsequent gedacht, müsste mit einem herrschenden Paradigma unserer Zeit brechen: dem des linearen Wachstums. Sie muss von der uns fremd gewordenen Idee des Kreislaufes her gedacht werden.  Liessmann hält dies für möglich und nennt als Beispiel die Einstellung der Menschen zu Glas. Dessen  Herstellung,  Gebrauch und  Entsorgung bzw. Verwertung stünden in unserer Kultur beispielhaft für unseren Umgang mit Ressourcen. Einerseits sei Glas als alte Kulturtechnik symbolisch hoch besetzt, andererseits sei Glas der Stoff, an dem sich neue Konzepte im Umgang mit Abfall am plausibelsten veranschaulichen und durchführen lassen.

 

 

 

 

Stakeholder-Tag 2015

Der Mensch in seinen unterschiedlichen Rollen als Träger einer nachhaltigen Entwicklung

10. Stakeholder-Workshop des österreichischen Glasrecyclingsystems am 15. Juni 2015 im Seminarhotel Mauerbach bei Wien

Wie kann nachhaltiges Wirtschaften gelingen und worauf kommt es auch aus soziologischer Sicht an, um Corporate Social Responsibility zu realisieren? Was können die Akteurinnen und Akteure im österreichischen Glasrecyclingsystem tun, um Nachhaltigkeit zu ermöglichen?

Austria Glas Recycling unterzog Anfang Juni 2015 sein Nachhaltigkeitsmanagementsystem erfolgreich der externen Auditierung gemäß ONR 192500 Gesellschaftliche Verantwortung für Unternehmen ("CSR-Norm"). 2014 befragte das Unternehmen rund 1700 Stakeholder zu wesentlichen Themen der Nachhaltigkeit und deren Relevanz für das österreichische Glasrecyclingsystem. Der 15. Juni war gemeinsam mit 25 Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Kommunen, Verwaltung und Forschung der Weiterführung der Ergebnisse und Erkenntnisse gewidmet.

Diplomsoziologin Universitätsdozentin Dr. Beate Littig führte mit Ihrem Impulsreferat Nachhaltige Arbeit, große sozial-ökologische Transformation. Oder: Warum Green Economy nicht ausreicht ins Thema ein. Es sei insbesondere für Unternehmen, die nachhaltig agieren wollen wichtig, die Qualität der Arbeitplätze in den Fokus zu nehmen. Arbeit ist die vermittelnde Kategorie zwischen Natur und Gesellschaft und zudem zentral für die Strukturierung der Gesellschaft sowie für die Sinnstiftung. Weiters sei die Gleichung 'ökonomisches Wachstum = Beschäftigung = Wohlstand' zu hinterfragen. Ihr Vortrag machte die globale Dimension der Herausforderungen, vor denen die Gesellschaft aktuell steht, einmal mehr deutlich und mahnte ein, dass sogenannte Green Jobs nicht zwangsläufig auch sozial verträgliche Arbeitsplätze sind, die das Auskommen der Mitarbeiter/innen sichern.

Wesentliche Themen für das österreichische Glasrecyclingsystem

Austria Glas Recycling stellte den Expertinnen und Experten 13 zentrale Fragen betreffend nachhaltige Entwicklung des österreichischen Glasrecyclingsystem - zum Beispiel:

  • Durch welche der folgenden Aspekte zeichnet sich ein - in sozialer Hinsicht - vorbildliches Unternehmen (im Glasrecyclingsystem) aus?
  • Wählen Sie die drei größten Vorteile, die ein konsequentes Nachhaltigkeitsmanagement für das Glasrecyclingsystem (Kommunen, Lizenzzahler, Industrie etc.) hat.
  • Welche drei Aktivitäten erachten Sie am wirkungsvollsten, um das derzeitige System der Altglassammlung noch ökologischer zu gestalten?

Aus vorgegebenen Antwortmöglichkeiten identifizierten die Stakeholder jene, die sie für die relevantesten halten.

  • Durch welche der folgenden Aspekte zeichnet sich ein - in sozialer Hinsicht - vorblidliches Unternehmen (im Glasrecyclingsystem) aus? (11 Antwortmöglichkeiten - die 3 wichtigsten nennen)

    • Faire und wertschätzende Unternehmenskultur (25 % der Nennungen)
    • Work-Life-Balance (15 % der Nennungen)
    • Abgesicherte und langfristige Arbeitsplätze in der Region (12 % der Nennungen)

  • Wählen Sie die drei größten Vorteile, die ein konsequentes Nachhaltigkeitsmanagement für das Glasrecyclingsystem (Kommunen, Lizenzzahler, Industrie etc.) hat. (11 Antwortmöglichkeiten)

    • Aktiver Umwelt- und Klimaschutz (18 % der Nennungen)
    • Aktive Mitgestaltung kommender Regelungen für die Kreislaufwirtschaft (16 % der Nennungen)
    • Steigerung von Image und Reputation (14 % der Nennungen)
    • Innovationschance (14 % der Nennungen)

  • Welche drei Aktivitäten erachten Sie am wirkungsvollsten, um das derzeitige System der Altglassammlung noch ökologischer zu gestalten? (10 Antwortmöglichkeiten)

    • Ökologische Anforderungen in Ausschreibungen und Verträgen integrieren (18 % der Nennungen)
    • Kontinuierliche und intensive Zusammenarbeit aller Akteure im System (18 % der Nennungen)
    • Weitere Optimierung der regionalen Sammelstruktur (17 % der Nennungen)
    • Technische Innovationen stärken (16 % der Nennungen)

In Kleingruppenarbeiten diskutierten und schärften die Expertinnen und Experten die Ergebnisse, skizzierten Handlungsmöglichkeiten und entwickelten weitere Fragen betreffend die wesentlichen Aspekte eines nachhaltigen Glasrecyclingsystems. Die Ergebnisse sind für Austria Glas Recycling wertvolle Hinweise, welche Schwerpunkte in den kommenden Monaten und Jahren gesetzt werden müssen.

Dr. Alfred Strigl/Plenum und sein Team unterstützten Austria Glas Recycling inhaltlich-fachlich und begleiteten als Moderatorinnen und Moderatoren durch den Tag. 

Dr. Beate Littig
Institut für Höhere Studien

Dr. Alfred Strigl
plenum

Stakeholder-Dialog 2015 - 2. Austria Glas ReCIRCLE

Sektionschef Dr. Christian Dorninger 

ist Dialogpartner beim

Austria Glas ReCIRCLE  - Dialog mit Mehrwert
am 5.3.2015, Bel Etage des Cafe Landtmann

„Bildung – Werte – Strukturwandel und die Rolle von Umweltbildung im Kindesalter“

Die Gäste der Austria Glas Recycling, Entscheidungsträger/innen der Nahrungs- und Genussmittelindustrie, Kommunen, Entsorgungswirtschaft, Politik und Verwaltung, Forschung und Fachverbände sowie ARA AG diskutierten zum Thema „Bildung – Werte – Strukturwandel und die Rolle von Umweltbildung im Kindesalter“

Quintessenz des Abends: Umweltbildung ist eine Investition in eine bessere Zukunft, denn Werte, die man als Kind erfährt, prägen und leiten das Denken und Handeln der Erwachsenen von morgen.

Sektionschef Dorninger vom BMBF mahnt: „Die Grundlage für einen verantwortungsbewussten und respektvollen Umgang mit Ressourcen wird in der Schulen gelegt. Umweltbildung leistet einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung und damit zu einer lebenswerten Zukunft für alle. Wir müssen schon den Kleinsten vorleben, dass ein achtsamer Umgang mit Rohstoffen nicht nur wichtig ist, sondern auch Spaß macht. Produkten ein neues Leben schenken, aus Altem Neues entstehen lassen: Ein erfolgsversprechender Gegenentwurf zur Wegwerfgesellschaft muss schon im Klassenzimmer seinen Anfang finden.“

 

 

Stakeholder-Dialog 2014 - 1. Austria Glas ReCIRCLE

Prof. Ernst Ulrich von Weizsäcker

ist Dialogpartner beim

Austria Glas ReCIRCLE  - Dialog mit Mehrwert
am 16.9.2014, Bel Etage des Cafe Landtmann

60 Gäste, allesamt Entscheidungsträger/innen ihrer Branche - Nahrungs- und Genussmittelindustrie, Kommunen, Entsorgungswirtschaft, Politik und Verwaltung, Forschung und Fachverbände sowie ARA AG - ließen sich von den Thesen des Nachhaltigkeitspapstes Ernst Ulrich von Weizsäcker zu einer Weichenstellung unseres Wirtschaftssystems in Richtung Nachhaltigkeit inspirieren.

Sein Credo lautet, eine Verfünffachung der Ressourceneffizienz ist machbar, eine ehrgeizige Kreislaufwirtschaft könne dies mit ermöglichen. Er sieht die Notwendigkeit einer technischen Revolution, die - im Gegensatz zu den bisherigen technischen Revolutionen - die Natur entlastet. Deutlich seine Warnung vor dem Rebound-Effekt, also der Zunichtemachung von Effizienzgewinnen durch gesteigerten Konsum. Durch entsprechende Rahmengestaltung seitens der Politik müsse dem vorgebeugt werden. Die Märkte seien dazu nicht in der Lage. Prof. v. Weizsäcker: "Solange wir nicht dafür sorgen, dass Naturverbrauch einen Preis hat, haben wir keine Chance gegen den Rebound-Effekt."

Die Zeit werde knapp. Es bleiben uns noch 50 Jahre, also haben wir keine Zeit, stellt Weizsäcker fest. Dem notwendigen Strukturwandel müsse ein Wertewandel vorausgehen. Investitionen in Bildung, Forschung, Wertewandel seien hoch prioritär.

Österreichs Recyclingwirtschaft und insbesondere das heimische Glasrecyclingsystem erachtet Weizsäcker als vorbildlich. Dem Grünbuch 'Best in Glass' wünscht er zahlreiche Leser/innen.

Präsentation 'Ehrgeizige Kreislaufwirtschaft'
Prof. Ernst Ulrich von Weizsäcker
Grünbuch 'Best in Glass'

 

Stakeholder-Befragung 2014 - Wesentlichkeitsanalyse

Im Jänner 2014 befragte Austria Glas Recycling rund 1700 Stakeholder zu wesentlichen Themen der Nachhaltigkeit und deren Relevanz für das österreichische Glasre-cyclingsystem. Die Befragung ging implizit von einer sehr weitgehenden Verantwor-tung bzw. von weitreichenden Einflussmöglichkeiten des Glasrecyclingsystems aus. Orientiert an den Handlungs- und Berichtsfeldern der ISO 26000 respektive der Global Reporting Initiative erhob Austria Glas Recycling mittels online-Fragebogen die Einschätzung der Stakeholder und Partner auf einer Skala von 1 (wenig wichtig) bis 6 (sehr wichtig).

445 Personen beantworteten die Fragen, das entspricht einer Rücklaufquote von 25,5 %. Diese in der Meinungs- und Marktforschung überdurchschnittlich hohe Rücklaufquote belegt das Interesse an den Themen und am Dialog mit Austria Glas Recycling.  Als besonders wesentlich erachten die Stakeholder den Beitrag des Glas-recyclingsystems zu den Handlungsfeldern Recycling (91 % sehr wichtig oder wich-tig), Ressourcenschonung (87 %) und Abfallvermeidung (83 %), die als Kerngeschäft der Austria Glas Recycling bezeichnet werden können. Sehr hohe Zustimmung erhielten die Handlungsfelder Information und Bewusstseinsbildung zu Kreislaufwirt-schaft (82 % sehr wichtig oder wichtig), der Dialog mit den Stakeholdern (71 %) so-wie Energieeffizienz und Klimawandel (jeweils 69 %). Die einzelnen Stakeholder-Gruppen zeigen teilweise differenzierte Einschätzungen. Die mittels offener Frage eingeholte Priorisierung von Themen - 3 wesentliche Handlungsfelder sollten genannt werden – stützt die Antworten der Bewertungsfragen und betont die Bedeutung von Bewusstseinsbildung und Öffentlichkeitsarbeit mit insgesamt 20 % Nennungen ausdrücklich.

Austria Glas Recycling - Wesentlichkeitsanalyse 2014

Stakeholder-Tag 2013

Erfolg und Ethik - Widersacher im Geschäftsleben.
Wie Corporate Social Responsibility (CSR) den Unternehmenserfolg stärkt.

9. Stakeholder-Workshop des österreichischen Glasrecyclingsystems am 17. Juni 2013 im Seminarhotel Mauerbach bei Wien

30 Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft und Kommune folgten der Einladung der Austria Glas Recycling. Gemeinsam mit dem Team der Austria Glas Recycling diskutierten und skizzierten sie an Hand eigener Praxiserfahrungen Handlungsoptionen für Unternehmen und Institutionen im Spannungsfeld von Ehtik und Ökonomik.

Herrscht da überhaupt ein Spannungsfeld? Dr. René Schmidpeter, u.a. wissenschaftlicher Leiter am Zentrum für humane Marktwirtschaft, löste in seinen Vorträgen scheinbare Widersprüche auf. Gelingt es, normative wie empirische Kurzschlüsse zu vermeiden, so sei ein integratives Verständnis von Moral und wirtschaftlichem Handeln möglich. Schmidpeter, auch Mitherausgeber des Standardwerkes Corporate Social Responsibility, Verantwortungsvolle Unternehmensführung in Theorie und Praxis (Springer Verlag), sieht die Unternehmen als gesellschaftliche Innovatoren. Gesellschaftliche Verantwortung und Nachhaltigkeit seien Elemente der 'strategischen Fitness' und sichern das langfristige Überleben des Unternehmens.

Monika Himpelmann, Geschäftsführerin der Unternehmensberatung Gesunde Organisationen bereitete die Möglichkeiten für kreatives und zugleich strukturiertes Denken, Diskutieren, Arbeiten und begleitete die Gruppe durch den erkenntnisreichen Tag.

Dr. René Schmidpeter
Zentrum für humane Marktwirtschaft

Mag. Monika Himpelmann:
Gesunde Organisationen

Stakeholder-Tag 2011

Vom Dialog zum Multilog

Welche Perspektiven und Möglichkeiten gewinnen Unternehmen/Organisationen
und der einzelne Mensch dank neuer Formen von Netzwerken?

Wie können web 2.0, Facebook, Twitter & Co

  • die Welt verändern,
  • neue Geschäftsmodelle wachsen lassen,
  • das Wissensmanagement revolutionieren,
  • unser Kommunikationsverhalten beeinflussen?

Diesen Fragen widmeten wir uns am 27.6.2011 im Rahmen unseres diesjährigen Stakeholder-Workshops. Rund 25 Gäste und das AGR-Team ließen sich von Ossi Urchs, internationaler Internet- und Medienexperte, in die spannende Welt web 2.0 entführen.

Monika Himpelmann begleitete uns durch den Tag und sorgte dafür, dass wir unser aller kreatives und geistiges Potenzial gut entfalten und einbringen konnten.

Mag. Monika Himpelmann:
Gesunde Organisationen

Ossi Urchs MA:
F.F.T. MedienAgentur

Impressionen:

Quelle: F.F.T. MedienAgentur
Ossi Urchs und Monika Himpelmann
gemeinsames Denken
im Freien arbeiten

Stakeholder-Tag 2010

Was leitet unser Handeln?

'Gehirn: Ein Organ, mit dem wir denken, dass wir denken.' (Ambrose Bierce)

Der Mensch ist von Automatismen gesteuert. Nur 1 - 5 % unserer Handlungen setzen wir bewusst. Wer oder was steuert den Rest?

Am 27. April beschäftigte sich das AGR-Team gemeinsam mit über 30 Gästen - allesamt Expertinnen und Experten für Glasrecycling - mit der Frage

Was leitet unser Handeln?

Dem Thema kann man sich philosophisch nähern. Wir betrachteten es mit der Brille der Psychologie. Herr Professor Dr. Rainer Maderthaner von der Fakultät für Psychologie an der Universität Wien bereitete aktuelle Erkenntnisse aus der psychologischen Grundlagenforschung und der Umweltpsychologie praxisnahe für uns auf. Wir gewannen eine Ahnung von der Komplexität menschlichen Verhaltens und Einblicke in die  Faktoren der Verhaltensänderung. Deren Anwendbarkeit in unserer beruflichen Praxis ebenso wie in unserem privaten Leben diskutierten wir in kleinen Workshop-Einheiten.
Frau Magister Monika Himpelmann von ARECON führte durch den Tag. Die Veranstaltung war klimaneutral organisiert, AGR kompensiert An- und -abreise der Teilnehmer/innen (0,8 Tonnen CO2) via Climate Austria

 'Handeln, das ist, wozu wir da sind!' (Johann Gottlieb Fichte) 

Impressionen:

Mag. Monika Himpelmann, Prof. Rainer Maderthaner
Mag. Monika Himpelmann, Prof. Rainer Maderthaner

Stakeholder-Tag 2009

Veränderung war das Thema des AGR-Stakeholder-Workshops 2009. Mit über 20 Gästen widmete sich das AGR-Team am 6. Mai 2009 im Umweltzeichenhotel Bosei in Wien Strategien für das Gelingen von Veränderungsprozessen.

Jeden Tag erleben wir Veränderungen

– im Großen wie im Kleinen – auf der Organisationsebene und auch auf globaler Ebene wie etwa der Wirtschaftskrise oder der Wahl von Präsident Obama. Was bringt Veränderung mit sich – für Unternehmen und für Individuen? Welche Erfahrungen haben wir gemacht? Diesen Fragestellungen widmete sich die Gruppe in Theorie- und Praxisübungen.

Veränderung und Entwicklung sind „Aufbruch ins Neue“

und damit mit dem Eingehen von Risiken verbunden. Herr Jürgen Einwanger, Experte für das Themenfeld 'Wandel und Risiko' bereicherte mit Erfahrungen und Erkenntnissen zum individuellen, institutionellen und gesellschaftlichen Risikoverhalten.

Frau Magister Monika Himpelmann von ARECON führte durch den Tag. 

Impressionen:

Teilnehmerinnen und Teilnehmer in kleinen Gruppen in Diskussionen vertieft.
 

Stakeholder-Tag 2008

Der Workshop 2008 stand ganz im Zeichen von Innovation. Rund 30 Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Unternehmen und Organisationen lernten am 22. April in Pöchlarn/NÖ Wege kennen, die das Feld für Innovationen bereiten.

Herr Magister Jürgen Jantschgi begleitete den gemeinsamen Versuch, mittels kreativer Rollen und Blue Ocean-Suchpfaden neue - innovative - Ansätze für das österreichische Glasrecyclingsystem zu finden.

Gewohnte Denkbahnen zu verlassen, ist nicht immer einfach. Folgende Fragen können dabei helfen:

  • Welche guten Ideen sind hinter der Oberfläche? Was ist eine zweite richtige Antwort?
  • Was wäre, wenn .... ?
  • Wie würde jemand anderer die Idee verändern?

Frau Magister Himpelmann vom KRONOS-Team führte durch den Tag. Zum Abschluss lud der Verpackungsglashersteller Vetropack zu einer Werksbesichtigung.

Stakeholder-Tag 2007

AGR-Cafe zur Zukunft der Altglassammlung in Österreich

Am 17. April fand in Wien das AGR-Cafe 2007 statt. 34 Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Unternehmen und Organisationen diskutierten über die Rolle der AGR heute und in Zukunft.

Die Dialoge entwickelten sich um die Fragen:

  • Was bietet mir die AGR und was biete ich der AGR für eine ausgezeichnete Leistung des AGR-Systems?
  • 2017: Was wird sich dann im AGR-System geändert haben?
  • Was wird dann (2017) der Beitrag meiner Organisation für die Gesellschaft (die Allgemeinheit) sein?

Magister Monika Himpelmann vom KRONOS-Team führte durch das Programm.

Was ist aus Sicht der Teilnehmerinnen und Teilnehmer besonders wichtig für ein weiterhin erfolgreiches, nachhaltiges und umweltorientiertes Glasrecyclingsystem in Österreich?

  • Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagement
  • Kommunikation, Dialog mit Stakeholdern (Partnerunternehmen, Multiplikatoren, Bevölkerung,... ), Bewusstseinsbidlung
  • Steigerung der Sammelmenge, Ausschöpfen des derzeit brachliegenden Potenzials (Altglas im Restmüll reduzieren)
  • Ökologisch optimierter Transport
  • Stabile Finanzlage der AGR
  • Fairness

Stakeholder-Tag 2006

AGR-Cafe zum Thema 'nachhaltiges Management'

Der Workshop 2006 am 11. Mai war dem Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagement gewidmet. Gestaltet als World Cafe erlebten die 15 Gäste und das AGR-Team einen etwas anderen Vormittag.

In Kaffeehausatmosphäre tauschten sie ihre Erfahrungen mit Managementsystemen aus. Im Vordergrund stand der Dialog. Möglichst viele und vielfältige Sichtweisen und Anregungen sollten mitgenommen werden. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer profitierten von der Praxis der anderen.

Mag. Monika Himpelmann vom KRONOS-Team begleitete die Gruppe in bewährter Weise. Sie forderte dazu auf, die 'Tischtücher' als Schreibunterlage zu nutzen: Wichtige und interessante Gedanken sollten notiert und so vor dem Vergessenwerden bewahrt werden.

Als bedeutsamste Erfolgsfaktoren für Managementsysteme fasste die Gruppe zusammen:

  • Bottom-up-Ansatz zur Integration und kontinuierlichen Verbesserung des Systems: Jede Mitarbeiterin, jeder Mitarbeiter ist Experte für seinen spezifischen Aufgabenbereich.
  • Oberste Leitung nimmt Rolle als Leitfigur wahr: Starke Vorbildwirkung der Geschäftsführung bringt mehr als tausend Vorschriften.
  • 'Zauberwort' Kommunikation: Reger Informationsfluss und offene Diskussionskultur schaffen die Voraussetzungen für eine Identifikation mit den Unternehmenszielen und das gemeinsame Erreichen derselben.
  • Vertrauen, Handschlagqualität. Stabile und dauerhafte Geschäftsbeziehungen sind Basis für zukunftsorientiertes und nachhaltiges Wirtschaften.

Stakeholder-Tag 2005

Umweltauswirkungen im Glaskreislauf

Auch 2005 trafen sich VertreterInnen aller AGR-Partnerunternehmen zu einem eintägigen Workshop. Thema: Umweltauswirkungen im Glaskreislauf.

Aufbauend auf den Erkenntnissen aus dem März 2004 und den realisierten Maßnahmen entwickelte die Gruppe am 31. März - abermals unter Moderation von Mag. Monika Himpelmann/KRONOS-Team - zahlreiche Projektideen und Verbesserungsvorschläge.

Stakeholder-Tag 2004

Umweltauswirkungen im Glaskreislauf

Vertreter aller Partnerunternehmen aus verschiedenen Bundesländern folgten im März 2004 der Einladung der AGR zu einem eintägigen Workshop gemeinsam mit dem gesamten AGR-Team. Ziel: Identifizierung der indirekten Umweltaspekte im gesamten Glaskreislauf. Mag. Monika Himpelmann vom KRONOS-Team moderierte die 24 Teilnehmer (7 Damen und 17 Herren) nach der Methode Whole Person Process Facilitation.

Diese Herangehensweise fördert Ideenreichtum und Phantasie und lässt auch solchen Gedanken Raum, die zum jetzigen Zeitpunkt unrealistisch respektive nicht realisierbar scheinen und in einen sogenannten Ideenpool wandern. Den kreativen Einheiten folgten ausgesprochen umsetzungs- und praxisnahe Phasen, in denen ‚Nägel mit Köpfen’ entstanden. Das heißt, die Ideen wurden konkretisiert, prägnant formuliert (ganz wichtig!), mit Zeittangente versehen und Verantwortlichen zugeordnet.

Ergebnis des Tages ist ein Arbeitsprogramm für die positive Gestaltung der indirekten Umweltauswirkungen - schwerpunktmäßig in folgenden Bereichen:

  • Stoffe: Wie kann die Qualität des gesammelten Altglases nachhaltig verbessert werden? Welche Einflussfaktoren lassen sich identifizieren? Wie kann die Menge an deponierten Glasverpackungen weiter reduziert werden?
  • Transport: Wie können Transportrouten optimiert werden? Wie können Emissionen reduziert werden? Wie kann Fahrverhalten beeinflusst werden?
  • Lärm: Wie kann die Geräuschentwicklung bei der Sammlung von Glasverpackungen minimiert werden?

Weniger offensichtliches Ergebnis aber nicht minder von Bedeutung ist, dass einzelne Mitwirkende einander erstmals persönlich kennen lernten oder nach langem wieder zusammen trafen. Der wechselseitige Austausch über Sichtweisen und Schwierigkeiten fördert das Verständnis für die Probleme der anderen und trägt zu einem gemeinsamen Bewusstsein der Stärken, Schwächen und Herausforderungen des österreichischen Glasrecyclingsystems ganz wesentlich bei.