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Kick Off der 8. Sustainability Challenge:

Die Stadt nachhaltig entwickeln mit Hilfe der SDGs

03.11.2017

Sind die Sustainable Development Goals (SDGs) für eine Stadt wie Wien relevant? Welche Rolle spielen studentische Start-ups, etablierte Unternehmen, Politikwissenschaftler, Architektinnen, Wirtschaftswissenschaftlerinnen und Klimaforscher? Beim Kick Off der Sustainability Challenge trafen die Studierenden der 8. Ausgabe der Sustainability Challenge erstmals auf Vertreter*innen aus Wissenschaft und Praxis, mit denen sie in den kommenden Monaten ihre ambitionierten Projekte zur nachhaltigen Stadtentwicklung umsetzen werden.

Fast bis auf den letzten Platz besetzt und zwar vor allem von Studierenden, PraxispartnerInnen und Lehrenden war der Veranstaltungssaal im Palais Harrach beim traditionellen Kick Off am 11. Oktober. Nachdem die Fördergeber und Praxispartner*innen Evi Frei für das BMWFW und Gunter Schall für die Austrian Development Agency die Veranstaltung offiziell eröffnet hatten, führte Matteo Landi von der UNIDO (United Nations Industrial Development Organisation) Youth & Women mit seiner Key Note Speech zu den SDGs der UNO in das aktuelle Jahresthema der Sustainability Challenge 2017/2018 ein: Die SDGs als Chance für die nachhaltige Stadtentwicklung [Nachhaltigkeit findet Stadt. Die SDGs* als Chance für urbanen Wandel?].

Wissenschaft und SDGs

Von Moderator Michael Bauer-Leeb darauf angesprochen, meinen die Lehrenden der Sustainability Challenge, dass die SDGs keine einfache und schon gar keine eindeutige Angelegenheit sind, vor allem nicht aus dem Blickwinkel ihrer verschiedenen Fachrichtungen. Politikwissenschaftlerin Alice Vadrot (Uni Wien) betont, dass die SDGs Konzepte sind, die ausgehandelt wurden, deshalb sollten die Studierenden immer die Frage mitdenken, unter welchen Umständen und mit welcher Absicht diese Konzepte entstanden sind und wie man sie begreifen kann. Christian Rammel (WU, RCE), der die Studierenden zu ökologischen Ökonomien unterrichten wird, geht darauf ein, dass es neue Formen des Wirtschaftens und Wachsens braucht. Es gäbe gewisse Bereiche, wie das Impact Investment, die im Vergleich zu konservativen Investitionen stärker wachsen sollten. Professorin für Raumplanung Petra Hirschler (TU) knüpft daran an und spricht die Endlichkeit des Raumes, wie bei vielen anderen genutzten Ressourcen, an. Das räumliche Wachsen müsse strategisch geplant werden, um nachhaltig zu sein. Architekturprofessorin Karin Stieldorf (TU) bringt das Schlagwort „lebensbejahendes Bauen" ein. Klimaexpertin Helga Kromp-Kolb (BOKU) ermutigte die Studierenden, ihre Verantwortung zu erkennen und selbst aktiv zu werden: „Sie sind jetzt zu alt, um zu sagen: Die Erwachsenen werden das schon machen. Die machen’s nicht."

Die Praxisprojekte: Start-up und Service Learning

Die 19 Start-up-Studierenden haben ihre Ideen bereits bei der Bewerbung eingereicht und werden beim Stop Over im Jänner erstmals ihre Konzepte präsentieren. Auf dem Weg dorthin werden sie von den Start-up-Experten beraten, unter anderem in Start-up-Camps und Workshops zu Sustainable Entrepreneurship.

Die Service-Learning-PartnerInnen präsentierten ihre konkreten Projekte, die sie gemeinsam mit dem jeweiligen Studierendenteam durchführen werden:

 BMWFW & Mutmacherei: „Positiv zum Wandel" – gleich zwei Praxispartner*innen und ihr Team arbeiten gemeinsam an einem Videoprojekt zu positiver Berichterstattung und Nachhaltigkeit.

 MA22 (Magistrat der Stadt Wien für Umwelt): Machbarkeitsstudie „grüne Infrastruktur – welche Chance haben Fassadenbegrünungen in der Neulerchenfelder Straße?"

 BMLFUW klimaaktiv: „Gschichtln über Klimawandel und Klimaschutz" – die Studierenden erarbeiten Erzählungen und Formate, um komplexe Botschaften zu vermitteln.

 Verbund: „Bezahlbare und saubere Energie: Photovoltaik findet Stadt" – die Studierenden recherchieren und erstellen Konzepte für Photovoltaikanlagen für Privatwohnungen.

 SPAR: Die Studierenden erstellen Best Practice Beispiele und geben Empfehlungen für SPAR zu der Frage: „Wie gehen multinationale Unternehmen mit dem gesellschaftlichen Wandel um?"

 Dorotheum: Die Studierenden entwickeln gemeinsam mit dem Partner das E-Learning-Konzept weiter und erarbeiten die nächsten Schritte, um die betriebsinterne Lernkultur zu fördern.

 Bank Austria: „DG Landkarte" – die Partnerin sucht nach Möglichkeiten, ihre Nachhaltigkeitsaktivitäten zu messen und sichtbar zu machen.

 Verein Wiener Jugendzentren: Um Effizienz- und Ablaufoptmierung zu erreichen und die Jugendlichen in umwelt- und gesellschaftsrelevante Themen einzubeziehen, möchte der Partner die ökologische und soziale Nachhaltigkeit aller Einrichtungen evaluieren.

 Austria Glas Recycling: „Infrastructure Resilience – Urban Resilience" – Wie kann das Glasrecyclingsystem auf die urbanen Entwicklungen reagieren und resilient werden?

 ADA (Austrian Development Agency): „Unternehmen schaffen Zukunft – Innovation für nachhaltige Entwicklung" – der Partner möchte junge und etablierte Unternehmen mit einem Konzept für mehr Nachhaltigkeit und einem größeren Bewusstsein für die SDGs fördern.

 ÖBB-Infrastruktur AG: „Was soll ein Bahnhof leisten?" – kann man mit attraktiven Bahnhöfen und dem richtigen Mobilitätsmix Menschen zum Zugfahren motivieren?

Informieren Sie sich hier über alle Service-Learning-Projekte

Weitere Informationen: Sustainability Challenge