Stakeholder-Dialog im österreichischen Glasrecyclingsystem
Der jahrzehntelange Erfolg des österreichischen Glasrecyclingsystems basiert auf dem gelungenen Zusammenspiel vieler Unternehmen, Institutionen und Behörden - siehe AGR-Stakeholder.
Kontinuierliche Verbesserung ist das Gebot der Stunde. Austria Glas Recycling pflegt daher einen intensiven Dialog mit Partnerunternehmen und Stakeholdern. Jährlicher Höhepunkt ist ein moderierter Workshop mit Expertinnen und Experten aus dem Glasrecyclingsystem Österreichs.
Vom Dialog zum Multilog
Welche Perspektiven und Möglichkeiten gewinnen Unternehmen/Organisationen
und der einzelne Mensch dank neuer Formen von Netzwerken?
Wie können web 2.0, Facebook, Twitter & Co
- die Welt verändern,
- neue Geschäftsmodelle wachsen lassen,
- das Wissensmanagement revolutionieren,
- unser Kommunikationsverhalten beeinflussen?
Diesen Fragen widmeten wir uns am 27.6.2011 im Rahmen unseres diesjährigen Stakeholder-Workshops. Rund 30 Gäste und das AGR-Team ließen sich von Ossi Urchs, internationaler Internet- und Medienexperte, in die spannende Welt web 2.0 entführen.

Quelle: F.F.T. MedienAgentur
Monika Himpelmann begleitete uns durch den Tag und sorgte dafür, dass wir unser aller kreatives und geistiges Potenzial gut entfalten und einbringen konnten.
Mag. Monika Himpelmann:
Gesunde Organisationen
Ossi Urchs MA:
F.F.T. MedienAgentur
Impressionen:

Ossi Urchs und Monika Himpelmann

gemeinsames Denken 
im Freien arbeiten
"The web brings the working of society closer to the working of minds." sagt Tim Berners-Lee, Begründer des worldwide web.
Was leitet unser Handeln?
'Gehirn: Ein Organ, mit dem wir denken, dass wir denken.' (Ambrose Bierce)
Der Mensch ist von Automatismen gesteuert. Nur 1 - 5 % unserer Handlungen setzen wir bewusst. Wer oder was steuert den Rest?
Am 27. April beschäftigte sich das AGR-Team gemeinsam mit über 30 Gästen - allesamt Expertinnen und Experten für Glasrecycling - mit der Frage
Was leitet unser Handeln?
Dem Thema kann man sich philosophisch nähern. Wir betrachteten es mit der Brille der Psychologie. Herr Professor Dr. Rainer Maderthaner von der Fakultät für Psychologie an der Universität Wien bereitete aktuelle Erkenntnisse aus der psychologischen Grundlagenforschung und der Umweltpsychologie praxisnahe für uns auf. Wir gewannen eine Ahnung von der Komplexität menschlichen Verhaltens und Einblicke in die Faktoren der Verhaltensänderung. Deren Anwendbarkeit in unserer beruflichen Praxis ebenso wie in unserem privaten Leben diskutierten wir in kleinen Workshop-Einheiten.
Frau Magister Monika Himpelmann von ARECON führte durch den Tag. Die Veranstaltung war klimaneutral organisiert, AGR kompensiert An- und -abreise der Teilnehmer/innen (0,8 Tonnen CO2) via Climate Austria.
Impressionen:


Mag. Monika Himpelmann, Prof. Dr. Rainer Maderthaner
'Handeln, das ist, wozu wir da sind!' (Johann Gottlieb Fichte)
Veränderung
Veränderung war das Thema des AGR-Stakeholder-Workshops 2009. Mit über 20 Gästen widmete sich das AGR-Team am 6. Mai 2009 im Umweltzeichenhotel Bosei in Wien Strategien für das Gelingen von Veränderungsprozessen.
Jeden Tag erleben wir Veränderungen
– im Großen wie im Kleinen – auf der Organisationsebene und auch auf globaler Ebene wie etwa der Wirtschaftskrise oder der Wahl von Präsident Obama. Was bringt Veränderung mit sich – für Unternehmen und für Individuen? Welche Erfahrungen haben wir gemacht? Diesen Fragestellungen widmete sich die Gruppe in Theorie- und Praxisübungen.
Veränderung und Entwicklung sind „Aufbruch ins Neue“
und damit mit dem Eingehen von Risiken verbunden. Herr Jürgen Einwanger, Experte für das Themenfeld 'Wandel und Risiko' bereicherte mit Erfahrungen und Erkenntnissen zum individuellen, institutionellen und gesellschaftlichen Risikoverhalten.
Frau Magister Monika Himpelmann von ARECON führte durch den Tag.
Impressionen:
Innovation ist machbar
Der AGR-Workshop 2008 stand ganz im Zeichen von Innovation. Rund 30 Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Unternehmen und Organisationen lernten am 22. April in Pöchlarn/NÖ Wege kennen, die das Feld für Innovationen bereiten.
Herr Magister Jürgen Jantschgi begleitete den gemeinsamen Versuch, mittels kreativer Rollen und Blue Ocean-Suchpfaden neue - innovative - Ansätze für das österreichische Glasrecyclingsystem zu finden.
Gewohnte Denkbahnen zu verlassen, ist nicht immer einfach. Folgende Fragen können dabei helfen:
- Welche guten Ideen sind hinter der Oberfläche? Was ist eine zweite richtige Antwort?
- Was wäre, wenn .... ?
- Wie würde jemand anderer die Idee verändern?
Frau Magister Himpelmann vom KRONOS-Team führte durch den Tag. Zum Abschluss lud der Verpackungsglashersteller Vetropack zu einer Werksbesichtigung.
AGR-Cafe zur Zukunft der Altglassammlung in Österreich
Am 17. April fand in Wien das AGR-Cafe 2007 statt. 34 Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Unternehmen und Organisationen diskutierten über die Rolle der AGR heute und in Zukunft.
Die Dialoge entwickelten sich um die Fragen:
- Was bietet mir die AGR und was biete ich der AGR für eine ausgezeichnete Leistung des AGR-Systems?
- 2017: Was wird sich dann im AGR-System geändert haben?
- Was wird dann (2017) der Beitrag meiner Organisation für die Gesellschaft (die Allgemeinheit) sein?
Magister Monika Himpelmann vom KRONOS-Team führte durch das Programm.
Was ist aus Sicht der Teilnehmerinnen und Teilnehmer besonders wichtig für ein weiterhin erfolgreiches, nachhaltiges und umweltorientiertes Glasrecyclingsystem in Österreich?
- Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagement
- Kommunikation, Dialog mit Stakeholdern (Partnerunternehmen, Multiplikatoren, Bevölkerung,... ), Bewusstseinsbidlung
- Steigerung der Sammelmenge, Ausschöpfen des derzeit brachliegenden Potenzials (Altglas im Restmüll reduzieren)
- Ökologisch optimierter Transport
- Stabile Finanzlage der AGR
- Fairness

AGR-Cafe zum Thema 'nachhaltiges Management'
Der Workshop 2006 am 11. Mai war dem Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagement gewidmet. Gestaltet als World Cafe erlebten die 15 Gäste und das AGR-Team einen etwas anderen Vormittag.
In Kaffeehausatmosphäre tauschten sie ihre Erfahrungen mit Managementsystemen aus. Im Vordergrund stand der Dialog. Möglichst viele und vielfältige Sichtweisen und Anregungen sollten mitgenommen werden. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer profitierten von der Praxis der anderen.
Mag. Monika Himpelmann vom KRONOS-Team begleitete die Gruppe in bewährter Weise. Sie forderte dazu auf, die 'Tischtücher' als Schreibunterlage zu nutzen: Wichtige und interessante Gedanken sollten notiert und so vor dem Vergessenwerden bewahrt werden:
Als bedeutsamste Erfolgsfaktoren für Managementsysteme fasste die Gruppe zusammen:
- Bottom-up-Ansatz zur Integration und kontinuierlichen Verbesserung des Systems: Jede Mitarbeiterin, jeder Mitarbeiter ist Experte für seinen spezifischen Aufgabenbereich.
- Oberste Leitung nimmt Rolle als Leitfigur wahr: Starke Vorbildwirkung der Geschäftsführung bringt mehr als tausend Vorschriften.
- 'Zauberwort' Kommunikation: Reger Informationsfluss und offene Diskussionskultur schaffen die Voraussetzungen für eine Identifikation mit den Unternehmenszielen und das gemeinsame Erreichen derselben.
- Vertrauen, Handschlagqualität. Stabile und dauerhafte Geschäftsbeziehungen sind Basis für zukunftsorientiertes und nachhaltiges Wirtschaften.

Umweltauswirkungen im Glaskreislauf
Auch 2005 trafen sich VertreterInnen aller AGR-Partnerunternehmen zu einem eintägigen Workshop. Thema: Umweltauswirkungen im Glaskreislauf.
Aufbauend auf den Erkenntnissen aus dem März 2004 und den realisierten Maßnahmen entwickelte die Gruppe am 31. März - abermals unter Moderation von Mag. Monika Himpelmann/KRONOS-Team - zahlreiche Projektideen und Verbesserungsvorschläge.

Umweltauswirkungen im Glaskreislauf
Vertreter aller Partnerunternehmen aus verschiedenen Bundesländern folgten im März 2004 der Einladung der AGR zu einem eintägigen Workshop gemeinsam mit dem gesamten AGR-Team. Ziel: Identifizierung der indirekten Umweltaspekte im gesamten Glaskreislauf. Mag. Monika Himpelmann vom KRONOS-Team moderierte die 24 Teilnehmer (7 Damen und 17 Herren) nach der Methode Whole Person Process Facilitation.
Diese Herangehensweise fördert Ideenreichtum und Phantasie und lässt auch solchen Gedanken Raum, die zum jetzigen Zeitpunkt unrealistisch respektive nicht realisierbar scheinen und in einen sogenannten Ideenpool wandern. Den kreativen Einheiten folgten ausgesprochen umsetzungs- und praxisnahe Phasen, in denen ‚Nägel mit Köpfen’ entstanden. Das heißt, die Ideen wurden konkretisiert, prägnant formuliert (ganz wichtig!), mit Zeittangente versehen und Verantwortlichen zugeordnet.
Ergebnis des Tages ist ein Arbeitsprogramm für die positive Gestaltung der indirekten Umweltauswirkungen - schwerpunktmäßig in folgenden Bereichen:
- Stoffe: Wie kann die Qualität des gesammelten Altglases nachhaltig verbessert werden? Welche Einflussfaktoren lassen sich identifizieren? Wie kann die Menge an deponierten Glasverpackungen weiter reduziert werden?
- Transport: Wie können Transportrouten optimiert werden? Wie können Emissionen reduziert werden? Wie kann Fahrverhalten beeinflusst werden?
- Lärm: Wie kann die Geräuschentwicklung bei der Sammlung von Glasverpackungen minimiert werden?
Weniger offensichtliches Ergebnis aber nicht minder von Bedeutung ist, dass einzelne Mitwirkende einander erstmals persönlich kennen lernten oder nach langem wieder zusammen trafen. Der wechselseitige Austausch über Sichtweisen und Schwierigkeiten fördert das Verständnis für die Probleme der anderen und trägt zu einem gemeinsamen Bewusstsein der Stärken, Schwächen und Herausforderungen des österreichischen Glasrecyclingsystems ganz wesentlich bei.

